Pressemitteilung: Der MINT-Campus wächst weiter

Leiter der Geschäftsstelle Arne Klauke präsentiert den MINT-Campus

Pressemitteilung

Der MINT-Campus wächst weiter: Zweite Förderphase bringt neue Services und eine moderne Infrastruktur für MINT-Institutionen

Erkrath, 12.01.2026  

Der MINT-Campus geht ab 2026 in die zweite Förderphase und setzt seinen erfolgreichen Weg als bundesweite Lernplattform für hochwertige MINT-Bildung fort. Der MINT-Campus startete 2019 als Verbundprojekt und wurde vom damaligen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fördert nun die Weiterentwicklung des MINT-Campus von einer digitalen Lernplattform zu einer Service- und Infrastrukturplattform für die MINT-Community. Die neue Laufzeit geht von 2026 bis 2029.  

„MINT-Bildung muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird – regional, bei Kindern, Jugendlichen und allen, die sie unterstützen. Der MINT-Campus bildet diejenigen weiter, die vor Ort Bildungsangebote planen, umsetzen und unterstützen. Er hilft Lehrkräften, Workshopleitenden und Engagierten dabei, ihre Angebote auszubauen und sich weiterzuentwickeln“, erklärt Ingo Behnel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen, und Jugend. 

Der MINT-Campus trägt damit wesentlich dazu bei, Fachkräfte zu qualifizieren, die MINT-Bildungslandschaft zu stärken und Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu fördern. 

Die Schwerpunkte der zweiten Förderphase 

Um das Bildungsökosystem besser zu unterstützen, erweitert der MINT-Campus sein Engagement um neue Schwerpunkte. 

  • Die Community wird zur Gestalterin  
    Die MINT-Community entwickelt bereits heute eigene Lernangebote für die Plattform und erweitert ihre Angebote vor Ort um digitale Lerneinheiten. In der zweiten Förderphase rückt dieses Prinzip „von der Community für die Community“ noch stärker in den Mittelpunkt: Gemeinsam mit engagierten Bildungsakteur:innen entwickelt der MINT-Campus neue KI-gestützte Tools und praxisorientierte Trainings . So entsteht eine Lernumgebung, in der die Community nicht nur Inhalte nutzt, sondern mitgestaltet. 
  • Exklusive Services und eine attraktive kostenfreie Infrastruktur für MINT-Institutionen  
    Der MINT-Campus erweitert seine technische Plattform und stellt sie Bildungsanbieter:innen, Unternehmen und Stiftungen als gemeinsame Infrastruktur zur Verfügung. Dadurch können eigene Lernangebote einfach und professionell veröffentlicht, verwaltet und geteilt werden, unabhängig von regionalen oder technischen Voraussetzungen. Zudem unterstützt der MINT-Campus verstärkt dabei, Lernangebote zu digitalisieren und eigene Lernwelten für die Aus- und Fortbildung aufzubauen, etwa über Qualifizierungspfade oder Micro-Degrees.  
  • Deep Learning in der Community  
    Mit Social-Learning-Ansätzen wie Lerngruppen und „Powerfortbildungen“ wird gemeinsames, intensives Lernen gefördert. Ziel ist es, Wissen nachhaltig zu verankern und den Wissenstransfer zwischen Bildungsträgern und -akteur:innen zu beschleunigen.  
     

Fundament aus einer erfolgreichen Pilotphase

In den ersten Jahren hat sich der MINT-Campus als bundesweite digitale Lernplattform etabliert. Heute bietet er über 150 offene Lernangebote – von Kursen und Videos bis hin zu praxisfertigen Unterrichtsmaterialien für Grund- und Oberschulen. Viele davon sind in enger Zusammenarbeit mit der Community entstanden, etwa zu moderner MINT-Didaktik, diversitätsorientierter Zielgruppenansprache oder dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lehre. 

Guido Lohnherr, Geschäftsleitung der matrix gGmbH: “Die Transformation des vielschichtigen Bildungsökosystems ist eine der ganz großen und bedeutsamen Herausforderungen unserer Zeit. Der MINT-Campus ist in kurzer Zeit eine der wichtigsten gemeinwohlorientierten Lernplattformen für die Zukunftsgestaltung der Bildung geworden. Der MINT-Campus soll in den kommenden Jahren weiter stark wachsen – gemeinsam mit all´ denjenigen, die sich an irgendeiner Stelle – professionell oder ehrenamtlich – für die Zukunft der Bildung einsetzen.”  

Andrea Frank, stellv. Generalsekretärin des Stifterverbands: „Mit der Folgeförderung des MINT-Campus werden wir die MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungsbiografie von Lehrkräften noch stärker unterstützen, von der Lehramtsausbildung an der Hochschule bis ins Klassenzimmer. Zukunftsthemen wie Klimawandel oder Quantenphysik bauen wir in unserem digitalen Fortbildungsangebot weiter aus und verbinden sie mit praxisnahen digitalen Materialien. So schaffen wir eine moderne Lernumgebung, in der angehende und aktive Lehrkräfte MINT-Bildung wirksam gestalten können “   

Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen: „Als größter Fortbildungsanbieter für frühe MINT-Bildung in Deutschland steht für uns die Qualität der Bildungsarbeit im Zentrum. In der neuen Projektphase stärken wir gezielt Ganztagsakteure, qualifizieren nicht-pädagogische Mitarbeitende und entwickeln praxisnahe Konzepte für gute MINT-Bildung. Mit dem MINT-Campus möchten wir den Ausbau wirksamer MINT-Angebote vor allem an außerschulischen Lernorten wie Makerspaces und Schülerforschungszentren voranbringen – und junge Menschen von der Kita bis zur Hochschule nachhaltig für MINT begeistern.“ 

Über den MINT-Campus 

Der MINT-Campus ist der digitale Lernort für alle, die in der MINT-Bildung aktiv sind. Er bietet kostenfreie und offene Lernangebote, Lernpfade und Materialien an. Für Organisationen stellt er eine Infrastruktur mit maßgeschneiderten Lernwelten zur Verfügung und berät zu Pädagogik und Umsetzung. 

Der MINT-Campus wird durch die matrix gGmbH, den Stifterverband und die Stiftung Kinder forschen als Verbund gemeinsam umgesetzt und vom BMBFSFJ (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) gefördert. 

Über die matrix gGmbH:  
Die matrix gGmbH zur Förderung von Demokratie, Teilhabe und nachhaltiger gesellschaftlicher Entwicklung ist das gemeinnützige Unternehmen der matrix-Gruppe. Sie ist aktiv in Projekten zur Chancengleichheit durch Inklusion und Gesundheitsförderung sowie in MINT-Bildungsprojekten. Hierzu zählt MINTvernetzt, die Service- und Anlaufstelle für MINT-Akteur:innen in Deutschland.   

Über den Stifterverband:  
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ist eine Gemeinschaftsinitiative von rund 3.000 Mitgliedern, Unternehmen und Stiftungen, die seit über 100 Jahren in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Mit seinem in Deutschland einzigartigen Netzwerk setzt der Stifterverband mit Partnern in den Handlungsfeldern „Bildung und Kompetenzen“ und „Kollaborative Forschung und Innovation“ zahlreiche Programme und Projekte wirkungsorientiert um.   

Über die Stiftung Kinder forschen : 
Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. 

Welche Verbesserungen wünschst Du Dir auf dem MINT-Campus? Wie können wir Dir das Lernen erleichtern? Welches Lernangebot wünscht Du Dir?
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